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Struvitkristalle oder -steine in der Harnblase

Ursachen

Die Niere ist unter anderem zuständig für die Ausscheidung von Mineralstoffen und Abbauprodukten aus dem Stoffwechsel. Diese Stoffe gelangen von der Niere in die Blase und können dort Kristalle bilden. Bei manchen Tieren werden aus den Kristallen feste Steine, sogenannte Blasensteine. Ob sich bei einem Tiere Struvitkristalle- oder Struvitsteine bilden, ist abhängig von der Menge der Mineralien im Urin, dem Vorhandensein von Entzündungen und dem pH-Wert des Urins.

Dieser Vorgang ist ähnlich, wie bei der Kalkablagerung im Wasserkocher. Der gelöste Kalk im Wasser wird erst sichtbar, wenn sich ein Kalkrand bildet. Bei unseren Tieren bilden sich statt eines Kalkrandes Blasensteine.

Struvitkristalle bestehen aus Magnesium, Phosphat und Ammonium. Ammonium entsteht bei dem Abbau und der Verstoffwechslung von Eiweiß. Bei einem neutralen bzw. alkalischen Harn-pH-Wert fallen diese Stoffe aus und es entstehen Kristalle. Leidet ein Tier an einer Blasenentzündung, wird durch die vorhandenen Bakterien der Urin alkalischer und das Risiko für Struvitkristalle steigt.

Ernährung für Tiere mit Struvitkristallen

Es gibt drei Möglichkeiten, um Ihren Liebling bei „Struvitkristalle“ mithilfe über die Fütterung zu unterstützen.

  1. Wasseraufnahme erhöhen
  2. Nährstoffversorgung in der Fütterung anpassen
  3. Harn-pH Wert sauer einstellen

Wasseraufnahme erhöhen

In unserer Themenwelt finden Sie einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema.

Nährstoffversorgung anpassen

Tiere, die unter Struvitkristallen leiden, sollten nur bedarfsdeckend mit Magnesium, Phosphat und Eiweiß (wird zu Ammonium abgebaut) versorgt werden. Das bedeutet, dass die Tiere nur genauso viel Magnesium, Phosphat und Eiweiß erhalten sollen, wie sie benötigen. Eine Überversorgung mit diesen Nährstoffen sollte vermieden werden. Ebenso sollte dann auf eine bedarfsgerechte Calciumzufuhr geachtet werden.

Harn-pH Wert einstellen

Der pH-Wert des Urins ist abhängig von der Art der Fütterung und dem Zeitpunkt der letzten Mahlzeit. Nach jeder Mahlzeit steigt der Harn pH-Wert ca. 4 Stunde später an. Aus diesem Grund sollten erkrankte Tiere so selten, wie möglich gefüttert werden. Auch mit Snacks und Zwischenmahlzeiten sollte sparsam umgegangen werden.

Die Harn-pH-Wert-Messung sollte eine Stunde nach der Fütterung erfolgen mit dem Vormittagsurin, also nicht dafür den Nachturin verwenden.

Bei einer selbstzubereiteten Ration kann der Harn-pH- Wert durch die Fütterung beeinflusst werden. Passende Futterzusätze und Rezepte finden Sie bei uns. Besonders kaliumreiche Bestandteile wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln, alkalisieren den Urin. Kaliumarme Kohlenhydrate wie Reis(-flocken) und Nudeln sind besser geeignet.

Bildnachweis: Pixabay 5029376

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